NEWS von Mittwoch, 27.12.2017

Nachschau - Dienstag, 26. Dezember 2017
Der Champion in Festtagslaune

Michael Nimczyk gewinnt vier Rennen bei Gelsentrab – Erster Jahreserfolg für Gamine Newport – Wolfgang Nimczyk stellt mit Philistine Face sogar noch eine Siegerin mehr – Wetter sind an Weihnachten einsatzfreudig

Die Freunde des Pferde-Rennsports in Gelsenkirchen versammelten sich am zweiten Weihnachtstag traditionell zum »Traben unter dem Tannenbaum« und erlebten einen bestens aufgelegten Michael Nimczyk. Der alte und neue Champion der Berufsfahrer in Deutschland fuhr im GelsenTrabPark gleich vier Mal zur Siegerehrung vor und verbesserte sich in der Jahresstatistik damit auf 175 Erfolge.

Vier Mal Michael Nimczyk

Die Nase ganz knapp vorne hatte Deutschlands bester Sulkyprofi auch im »ELE-Weihnachts-Pokal« mit Gamine Newport, die sich so auf den letzten Drücker doch noch einen Saisonsieg sicherte und mit 2.000 Euro gleichzeitig die höchste Prämie in diesem Jahr einstrich. Die »Stutenderby«-Zweite des vergangenen Jahres erwischte aus dem ersten Band einen Top-Start, übernahm sofort das Kommando und blieb in der Folge bis zum Erreichen der Zielgeraden unbehelligt. Erst dann blies der 17:10-Favorit Lotus Star (Tim Schwarma) zu seiner von vielen Gegnern gefürchteten Schlussattacke und setzte der Vierjährigen aus dem Stall Mommert bis zum Pfosten mächtig zu, konnte ihren Widerstand jedoch nie brechen.

Gamine Newport und der fast komplett verdeckte Michael Nimczyk verteidigen im »ELE-Weihnachts-Pokal« einen hauchdünnen Vorteil gegenn Lotus Star (Tim Schwarma) - © traberfoto-sx

Ebenfalls lange umkämpft, am Ende aber sicher war Michael Nimczyks erster Volltreffer mit Gamine Newports Stallgerährten Sindbad Diamant, der sich unter Hilfen gegen die innen angreifende Cocobella (Klaus Horn) behauptete und seine zahlreichen Anhänger am Totalisator noch zufrieden stellte. Wesentlich überzeugender war allerdings der Sieg von Arendelle, die sich im fünften Rennen nach passendem Verlauf überlegen gegen Frankel Stream (Jan Thijs de Jong) durchsetzte und damit praktisch das Vorprogramm zur Ehrung des schnellsten Trabers 2017 bei Gelsentrab lieferte. Ihr Trainingsgefährte Cash Hanover trommelte bei seinem fulminanten Sieg im »Bild-Pokal« am Maifeiertag eine durchschnittliche Kilometerzeit von 1:12,5 / 2.000 Meter auf die Bahn und wurde dafür nach dieser Partie mit einer Sonderprämie von 1.000 Euro belohnt.

Cash Hanover schnellster Traber 2017 bei Gelsentrab: Rennbahnpräsident Uwe Küster und Peter Eving vom Sponsor ELE überreichen eine 1.000 Euro-Sonderprämie an Michael Nimczyk und Rainer Overbeck - © traberfoto-sx

Saisonsieg Nummer 175 und die Vergrößerung seines ohnehin riesigen Vorsprungs in der Championats-Wertung auf 106 Punkte – den zweiten Rang belegt Dennis Spangenberg mit 69 Volltreffern vor Victor Gentz (63) – feierte Michael Nimczyk dann zwei Rennen später im »Hirten-Rennen« mit Hannah Hazelaar, für die gleichfalls sein Vater Wolfgang als Trainer verantwortlich zeichnet.

Nimczyk-Sieg auch im Trabreiten

Dem gelang mit Philistine Face gar noch ein fünfter Tageserfolg. Im Trabreiten zeigte die in Schweden gezüchtete Stute endlich was in ihr steckt und ließ die von Brazil Elegance (Sytske de Vries) angeführte Konkurrenz unter Reiterin Angeline Batist weit hinter sich. Deutschlands Traber-König Garry (Ronja Walter) musste dieses Mal mit dem dritten Rang zufrieden sein.

Positive Entwicklung beim Wettumsatz

Keinen Grund zur Klage hatte auch der Veranstalter nach seiner letzten Veranstaltung im ausklingenden Jahr. Nach elf Rennen verbuchte der Totoleiter einen Gesamtumsatz von 132.367 Euro, was gegenüber dem Vorjahr (97.973 Euro in elf Rennen) eine satte Steigerung um mehr als 35 Prozent bedeutet. Garantieauszahlungen in Höhe von 20.000 Euro und ein 1.000 Euro-Zweierwette-Jackpot haben ihre Wirkung offenbar nicht verfehlt. Aber auch beim Vergleich des Jahresumsatzes im GelsenTrabPark kann eine positive Entwicklung festgestellt werden. Insgesamt wurden 2017 in Deutschland 2.110.695 Euro auf die Rennen in der Feldmark gewettet, über 250.000 Euro mehr als im letzten Jahr. Pro Prüfung flossen durchschnittlich 8.758 Euro durch die Totokassen, 2016 waren es noch 373 Euro (4,3 Prozent) weniger.

Ob sich diese Entwicklung in 2018 fortsetzt, lässt sich vielleicht schon ein wenig beim nächsten Renntag in Gelsenkirchen ableiten. Für den Neujahrstag hat man elf Prüfungen ausgeschrieben, die dann größtenteils auch wieder in Frankreich gesehen und bewettet werden können.